Wettbewerbsgewinner: Christian Kerez - Warschauer Museum für moderne Kunst
Der Schweizer Architekt Christian Kerez hat den internationalen Wettbewerb um den Bau des Warschauer Museums für moderne Kunst gewonnen. Der Bau, dessen Kosten auf rund 112,3 Mio. Franken veranschlagt werden, soll bis 2010 fertig gestellt sein. Er ist Teil eines Masterplans für die Wiederbelebung des Stadtzentrums.
Der neue Museums-Bau in Polens Hauptstadt wird die Form eines L haben. Zu stehen kommt es gleich neben Warschaus Wahrzeichen, dem 230 Meter hohen Wissenschafts- und Kulturpalast.
Das Museum wird Polens grösste Sammlung an zeitgenössischer Kunst beherbergen. Christian Kerez' Projekt ist kürzlich unter 109 eingegangenen Vorschlägen ausgewählt worden. Der Zürcher Architekt plant ein schlichtes, elegantes L-förmiges Gebäude mit gewelltem Dach.
Flexibel aufgebaut
"Wir waren von unserem Konzept überzeugt. Die Bau-Vorlage kommt den Bedürfnissen der Kunst sehr entgegen und lässt Ausstellungen viel Spielraum. Das Ganze ist sehr flexibel aufgebaut."
Kerez' Entwurf orientiert sich auch am benachbarten Wissenschafts-Palast. Dieser Wolkenkratzer des sozialistischen Klassizismus gilt als Bauwerk der stalinistischen Prestige-Architektur aus den 1950er-Jahren.
"Es ist ein grossartiges Werk", so der in Polen geborene US-Stararchitekt Daniel Libeskind zu Kerez' Konzept. "Und dennoch steht die Avantgarde-Architektur in Harmonie mit der Umgebung – dem Platz, den Strassen und dem Swietokrzyski-Park", sagte Jurymitglied Libeskind weiter.
Auszug aus dem Swissinfo-Artikel vom 26.02.2007
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